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Gegründet wurde unsere Feuerwehr am 24. Juni 1901 durch den damaligen Bürgermeister Balthasar Pausch ( Rupenbauer auf der Tafern ) und Johann Regenfelder ( Bräuwirt ) . Dabei schlossen sich junge Männer zu dieser Organisation zusammen, um Hab und Gut vor Feuersbrunst zu schützen, menschliches Leben zu retten und gefährdete Tiere zu bergen. Bereits 1911 errichtete man in Kendlbruck ein Feuerrequisitendepot oder Spritzhütte, wie sie auch genannt wurde. Damit war Bürgermeister Franz Lußnig, Durigonwirt, der Löschzug Kendlbruck ins Leben gerufen. Als erster Löschzugführer scheint Rupert Pagitsch vgl. Korial auf. Wenn gleich die Mittel der Brandbekämpfung nach heutigen Begriffen äußerst primitiv waren, konnte die Bevölkerung doch mit einem gewissen Schutz rechnen. Auch noch in der Zeit des 1. Weltkrieges und danach war die Handdruckspritze das Kernstück der Löschtaktik. Das aber unsere Feuerwehr nicht nur gegen Feuer zu kämpfen hatte, sondern schon damals auch gegen andere Naturgewalten, geht aus einem Dankschreiben vom August 1913 der Murtalbahn – Betriebsleitung hervor; Betreffs der Vermurung unserer Strecke bei km 56 am 20. August 1913 wird Ihnen auf Grund der anerkennenswerten Mithilfe der Betrag von 50 Kronen durch die K .u .K. Post zukommen; gezeichnet Herbig, K. K. Oberbaurat. Im Jahre 1929 unter Bürgermeister Thomas Kocher, Heinerer, und Kommandant Balthasar Regner wurde dann die erste Motorpumpe angeschafft. Dies war ein ungeheuerer Fortschritt und hat die Löschkraft unserer Feuerwehr geradezu revolutioniert.
In der Nacht vom 4. auf 5. September 1932 mussten die Feuerwehrmänner Schlimmes durchstehen. Um 22.30 Uhr brannte das Wirtschaftsgebäude des Dr. Max Lainer bis auf die Grundmauern nieder. Doch noch nicht genug. Um 1.30 Uhr derselben Nacht neuerlich Feueralarm. Das Wirtschaftsgebäude des Bräuwirtes brannte lichterloh. Die Brandursache wurde nie geklärt. Sicherlich war es damals auch der neuen Motorspritze zu verdanken, dass beide Wohnobjekte, Dr. Lainer als auch das Bräuwirtshaus, gerettet werden konnten. 1933 kam dann Verstärkung. Die Fabriksfeuerwehr der Pappefabrik in Madling wird als 3. Löschzug in die Ortsfeuerwehr eingegliedert. Im Jahre 1936 war es dann unter Bürgermeister Thomas Kocher, Ortsfeuerwehrkommandant Franz Jost und Löschzugführer Jakob Weilharter möglich, auch für Kendlbruck eine Motorpumpe anzukaufen. Auch für die Feuerwehr war es das Jahr 1945 ein neuer Anfang. Der 2. Weltkrieg hatte seinen Tribut gefordert. Kommandant Franz Pichler baute die Wehr wieder auf, tatkräftig unterstützt vom damaligen Bürgermeister Jakob Weilharter und dem Löschzugführer Alois Kocher. Ein alter Steyr- 3achs- Lkw aus Beständen der ehemaligen deutschen Wehrmacht brachte endlich die ersehnte Motorisierung. Wie großzügig die Bevölkerung gegenüber der Feuerwehr damals war, zeigen die vielen spenden zum Ankauf des Feuerwehrfahrzeuges. 1951 kam dann ebenso aus Wehrmachtsbeständen eine Rosenbauer Zweitpumpe, die bereits eine Minutenleistung von 800 Liter hatte, hinzu. Der Brand beim Bäckenjaggl in Kendlbruck im Jänner 1957 zeigte jedoch die Tücken dieser Pumpe. So wurde noch im selben Jahr unter Bürgermeister Josef Pagitsch eine modernere VW- Tragkraftspritze angeschafft.
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Im Ausbildungswesen kamen in den fünfziger Jahren Vorschriften heraus. Der damalige „Vize“ Alois Schneider fuhr daher nach Salzburg zu einem Kurs. Seiner Initiative ist es zu verdanken. Dass bereits 1956 eine Wettkampfgruppe zu einem Leistungswettbewerb in die Stadt Salzburg fahren konnten. Anfang der sechziger Jahre galt es dann, den Löschzug Kendelbruck in technischer Hinsicht den Erfordernissen der Zeit anzupassen. So wurde eine VW- Pumpe und ein Tragkraftspritzenanhänger gekauft. Auch in Ramingstein war die Zeugstätte nicht nur zu klein, sondern auch schon sehr baufähig. Durch den Bau des neuen Gemeindehauses wurde dieses Problem gelöst und die Feuerwehr konnte in die darunterliegenden Garagen einziehen. Im Jahr 1970 folgte ein modernes Allrad – Löschfahrzeug mit Vorbaupumpe ( Minutenleistung 1200 Liter ), dass allen Anforderungen der damaligen Zeit entsprach. Am 6. April 1975 wurde unsere Gemeinde von der schrecklichsten Katastrophe seit Menschengedenken heimgesucht. Durch einen Erdrutsch wurde das Anwesen „ Plescher“ im Mislitzgraben hinweggefegt und 12 Menschen kamen innerhalb einer einzigen Sekunde ums Leben. Zur gleichen Zeit waren auch die Männer des Löschzuges Kendlbruck im Einsatz, da auf Grund der anhaltenden Regenfälle kritische Situationen aufgetreten waren. In den Schreckenstagen des April 1975 wurde von allen Männern der Feuerwehr Übermenschliches geleistet. Zum Gedenken der Toten und als Dank dafür, dass bei der gefährlichen Arbeit niemand ernstlich verletzt worden ist, haben die Feuerwehr- Kameraden eine Gedenkstätte errichtet. Die Einweihung fand am 4. April 1976 statt. In den nachfolgenden Jahren wurde durch die technische Entwicklung und die steigenden Anforderungen an die Feuerwehren, der Ankauf von neuen Geräten und Fahrzeugen notwendig. 1978 begann man mit der Anschaffung der ersten Atemschutzgeräte. 2 Jahre später konnte bereits das neue Rüstfahrzeug, das speziell bei Naturkatastrophen und Verkehrsunfällen zum Einsatz kommt, der Feuerwehr übergeben werden. Durch den neuerlichen Platzmangel der dadurch entstand, wurde 1981 mit dem Bau eines Feuerwehrhauses begonnen. Im Jahr 1982, nach dem Einzug in das neue Feuerwehrhaus, wurde durch den Landesfeuerwehrverband das Funkfahrzeug für den Bezirk ( Kommando Lungau ) in Ramingstein stationiert. Der Einsatzbereich im gesamten Lungau erfordert daher eine intensive Einschulung der Feuerwehrmänner. Die alten Funkgeräte aus dem Jahr 1975 waren technisch und leistungsmäßig überaltert.. Sie wurden 1984 durch ein neues, jedoch sehr kostspieliges System ersetzt. Die Großzügigkeit der Bevölkerung machte es möglich, diese wichtige Anschaffung zu tätigen. Auch ein neues Tanklöschfahrzeug konnte im Zuge der Einweihungsfeier des Feuerwehrhauses, am 12 August 1984, übergeben werden. Dadurch wurde ein hohes Ausrüstungsniveau erreicht. Doch die schnelle Entwicklung des Fortschritts ging auch in Ramingstein nicht vorbei. So musste im Jahr 1997 das alte Pumpenfahrzeug durch ein neuer Kleinlöschfahrzeug ersetzt werden. Zur selben Zeit wird vom Landesfeuerwehrverband das Funkfahrzeug für den Bezirk ausgewechselt. Das alte Fahrzeug wurde von der Feuerwehr angekauft und zu einen Mannschaftsbus umgebaut. Im Jahr 2003 wurde das alte MTF durch einen neuen ersetzt und 2007 wurde das alte TLF 3000 und das Rüstfahrzeug in Pension geschickt und ein neues Rüstlöschfahrzeug in Dienst gestellt, kann man nun auf das 100-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Ramingstein zurückzubilden. Dabei sind Tage der Katastrophen zum Einem, und markante Punkte zum Anderen, wo wichtige technische Einrichtungen angeschafft wurden. Der Wille, dem Anderen zu helfen, und die Kameradschaft waren stets unsere Begleiter. Sie haben immer wieder die Kraft gegeben, unbeirrt weiterzumachen. Möge es auch in Zukunft so bleiben!
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